Der belgische Telekomanbieter Belgacom meldet für seinen IPTV-Dienst “Belgacom TV” ein erfolgreiches Jahr 2008. 201.000 zusätzliche Abonnenten konnten gewonnen werden. Erreicht werden nun 506.000 Teilnehmer (Stand Ende 2008).
Damit hat das Unternehmen einen 30% Anteil am belgischen digitalen TV-Markt. Das starke Wachstum im 4. Quartal 2008 wurde auch auf aktives Marketing zurückgeführt. Als Folge konnten 63.000 IPTV-Abonnenten in nur drei Monaten hinzugewonnen werden.
Belgacom kann mittlerweile einen nachhaltigen Markterfolg präsentieren. Der Marktanteil wuchs kontinuierlich seit Einführung des Dienstes im Juni 2005 und beträgt jetzt über 86% der belgischen Haushalte. Mehr als 64% der belgischen angeschlossenen Haushalte beziehen High-Definition-TV.
„Die 2008 Investitionen in IPTV betrugen 85 Mio. EUR. Da Belgien eine sehr gute Infrastruktur besitzt und eine relativ hohe Bevölkerungsdichte aufweist, halten sich die Investitionen auf sehr günstigen Niveau”, so das Unternehmen. Auch der Belgacom VDSL2 Rollout schreitet weiter voran. Mit einer VDSL-Bevölkerungsabdeckung von 66,2% bis Ende 2008 erreicht Belgien Spitzenplätze. Belgacom erwartet auf absehbare Zeit die Abdeckung von über 80% zu erreichen.
Das Belgacom VDSL2-Netz bietet den Kunden Verbindungen von bis zu 20 Mbit / s. Dies ermöglicht HDTV-Empfang bei gleichzeitiger Nutzung des Internets. Durch eine Kapazitätserhöhung können mittlerweile zwei HDTV-Programme parallel empfangen werden. Die Akzeptanz konnte dadurch deutlich erhöht werden. Es wurde eine signifikante Umsatzsteigerung vermeldet: In 2008 erreichte Belgacom TV 86 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von +99,5% im Vergleich zu 2007 (43 Mio. EUR ).
Kurth: “Wichtiger Beitrag zur Versorgung ländlicher Regionen mit schnellen Breitbandanschlüssen”
Die Bundesnetzagentur hat heute eine Entscheidung bekannt gegeben, die Wettbewerbern der Deutschen Telekom AG (DT AG) eine einfachere Erschließung und Versorgung bisher nicht oder nur unzureichend versorgter ländlicher Gebiete, sog. “weißer Flecken”, mit schnellen Internetanschlüssen ermöglicht. Danach muss die DT AG ihren Wettbewerbern den Zugriff auf die Teilnehmeranschlussleitung (TAL), die sog. “letzte Meile”, künftig auch an einem Schaltverteiler gewähren. Diesen muss die DT AG in einem bisher breitbandig nicht oder nur schlecht erschlossenen Ort in der Regel am Ortseingang aufbauen.
Mit der Zugangsmöglichkeit zur TAL an einem Schaltverteiler verkürzt sich die Länge der Leitungen zwischen der aktiven Technik des Anbieters und dem Endkunden, wodurch eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite erst möglich wird. Darüber hinaus wird durch die Bündelung der erforderlichen DSL-Technik an nur einem zentralen Punkt die Erschließung ländlicher Gebiete einfacher. Insbesondere entfallen die ansonsten notwendige Anbindung jedes einzelnen Kabelverzweigers und die dafür erforderlichen, aufwändigen Tiefbauarbeiten.
“Die Bundesnetzagentur zeigt mit der heute ergangenen Entscheidung, dass sie das Problem der “weißen Flecken” aktiv angeht und die nötigen regulatorischen Voraussetzungen dafür schafft, dass auch in ländlichen Gebieten künftig jeder einen schnellen Internet-Anschluss bekommen kann. Insofern trägt die heutige Entscheidung bereits der erst vor Kurzem von der Bundesregierung beschlossenen Breitbandstrategie Rechnung. Ich appelliere jetzt an die Wettbewerber, von der neuen Zugangsmöglichkeit regen Gebrauch zu machen, um auf diese Weise den Breitbandausbau in der Fläche voranzutreiben”, erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur Matthias Kurth anlässlich der Bekanntgabe der Entscheidung. Die Entgelte, die von den Wettbewerbern an die DT AG für diese neue Zugangsmöglichkeit zu ihrem Netz zu zahlen sind, werden im Anschluss an die heutige Entscheidung in einem gesonderten Genehmigungsverfahren von der Bundesnetzagentur festgelegt.